s-hertogenbosch

Ein vergessenes Verbrechen im Artland: Die niederländischen Plünderungen von 1628 und 1631

Ein vergessenes Verbrechen im Artland: Die niederländischen Plünderungen von 1628 und 1631

Während W. Nesemann 1899 die Kriegsleiden des Hasegaues eindringlich schilderte, blieben die Übergriffe niederländischer Truppen weitgehend undokumentiert. Ein neu entdecktes Protokoll der Generalstaaten vom 22. April 1632 schließt diese Lücke: Es belegt schwere Plünderungen und Erpressungen in Malgarten, Badbergen, Bersenbrück und Bad Laer durch die Reiterei von Generalleutnant Thomas von Stakenbroeck – dem engsten Vertrauten von Prinz Friedrich Heinrich von Oranien. Ein neuer Blick auf die Mikrogemeinschaft des Artlandes im Dreißigjährigen Krieg.

Grenzenloser Handel: Eine Veghelsche „Buetinge“ im Herzen Europas (1545)

Grenzenloser Handel: Eine Veghelsche „Buetinge“ im Herzen Europas (1545)

Im Sommer 1545, ein Jahr, in dem sich der Staub der Geldrischen Kriege gerade erst gelegt hatte, fand in Veghel ein juristisches Tauziehen statt, das die Dimensionen des frühneuzeitlichen Handels messerscharf offenlegt. Am 27. Juli jenes Jahres erschien Joris Hanrick Joris, der lokale „Vorster“ (Gerichtsdiener), vor den Schöffen von Veghel. Sein Bericht über einen gescheiterten Tausch von Hopfen gegen Wolle führt uns von den Brabanter Sandböden zu den reichen Bauernhöfen des Artlands in Deutschland.