1618-1648

Ein Haager Schild für das Artland: Wie die Sauvegarde von 1631 das Haus Schulenburg und seine Eigenbehörigen schützte

Ein Haager Schild für das Artland: Wie die Sauvegarde von 1631 das Haus Schulenburg und seine Eigenbehörigen schützte

Wie sicherte ein ehemaliger dänischer Rittmeister sein Gut mitten im Dreißigjährigen Krieg ab? Als die dänische Front zusammenbrach und das Artland unter die Herrschaft des Fürstbischofs gelangte, bedrohten staatische Raubzüge aus den Niederlanden die Höfe um Badbergen. Am 10. Dezember 1631 erwirkte Gerhard von Dincklage bei den Generalstaaten in Den Haag eine formelle Acte van Sauvegarde. Dieser diplomatische Schutzbrief garantierte militärische Immunität für das Haus Schulenburg, seine eigenbehörigen Pächter und deren Viehbestände – ein meisterhafter Schachzug zwischen Kriegshandwerk und Landespolitik.

Ein vergessenes Verbrechen im Artland: Die niederländischen Plünderungen von 1628 und 1631

Ein vergessenes Verbrechen im Artland: Die niederländischen Plünderungen von 1628 und 1631

Während W. Nesemann 1899 die Kriegsleiden des Hasegaues eindringlich schilderte, blieben die Übergriffe niederländischer Truppen weitgehend undokumentiert. Ein neu entdecktes Protokoll der Generalstaaten vom 22. April 1632 schließt diese Lücke: Es belegt schwere Plünderungen und Erpressungen in Malgarten, Badbergen, Bersenbrück und Bad Laer durch die Reiterei von Generalleutnant Thomas von Stakenbroeck – dem engsten Vertrauten von Prinz Friedrich Heinrich von Oranien. Ein neuer Blick auf die Mikrogemeinschaft des Artlandes im Dreißigjährigen Krieg.

Ein vergessenes Gefecht: Tod im Artland – Die Schlacht bei Quakenbrück 1626

Ein vergessenes Gefecht: Tod im Artland – Die Schlacht bei Quakenbrück 1626

In den großen Geschichtsbüchern wird das Jahr 1626 oft mit der gewaltigen Schlacht bei Lutter am Barenberge oder dem Kampf an der Dessauer Elbbrücke verbunden. Doch abseits dieser medienwirksamen Ereignisse ereignete sich im Juni 1626 im beschaulichen Artland ein Drama, das ein prominentes Opfer forderte: Graf Albrecht von Nassau-Dillenburg.