Das Dokument analysiert die demografische Entwicklung des lutherischen Kirchspiels Badbergen im Osnabrücker Land zwischen 1671 und 1799 anhand von Tauf-, Sterbe-, Heirats- und Auswanderungsregistern. Trotz historischer Einbrüche durch Epidemien (wie die Ruhrwelle 1679 oder die Pockenepidemie 1781) und Kriege (Siebenjähriger Krieg) wuchs die geschätzte Bevölkerung dank eines stetigen Geburtenüberschusses um knapp 47 % von 3.232 auf 4.757 Einwohner. Das Kirchspiel wies dabei eine bemerkenswerte Resilienz auf: Durch das traditionelle Anerbenrecht und den daraus resultierenden Landdruck stieg ab Mitte des 18. Jahrhunderts zwar die Auswanderung – insbesondere als „Hollandgänger“ in die Niederlande – stark an, Verluste in der heimischen Bevölkerung wurden jedoch rasch durch eine Welle von Wiederverheiratungen in den jeweiligen Folgejahren ökonomisch kompensiert.
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Publikationsdatum: 2026-08-28 17:51:40
Herausgeber / Autor: Familie-Archiv zum Vorde – Vortman(n) – Voortman
Demografie des Kirchspiels Badbergen (1671–1799)
Das Dokument analysiert die demografische Entwicklung des lutherischen Kirchspiels Badbergen im Osnabrücker Land zwischen 1671 und 1799 anhand von Tauf-, Sterbe-, Heirats- und Auswanderungsregistern. Trotz historischer Einbrüche durch Epidemien (wie die Ruhrwelle 1679 oder die Pockenepidemie 1781) und Kriege (Siebenjähriger Krieg) wuchs die geschätzte Bevölkerung dank eines stetigen Geburtenüberschusses um knapp 47 % von 3.232 auf 4.757 Einwohner. Das Kirchspiel wies dabei eine bemerkenswerte Resilienz auf: Durch das traditionelle Anerbenrecht und den daraus resultierenden Landdruck stieg ab Mitte des 18. Jahrhunderts zwar die Auswanderung – insbesondere als „Hollandgänger“ in die Niederlande – stark an, Verluste in der heimischen Bevölkerung wurden jedoch rasch durch eine Welle von Wiederverheiratungen in den jeweiligen Folgejahren ökonomisch kompensiert.
