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Löhne, Risiken und Wert: Die wirtschaftliche Realität der artländischen Holländgänger im 18. Jahrhundert

Löhne, Risiken und Wert: Die wirtschaftliche Realität der artländischen Holländgänger im 18. Jahrhundert

Wie viel verdiente ein artländischer Holländgänger im 18. Jahrhundert wirklich, und was blieb von den schwer erarbeiteten Gulden nach Abzug aller Risiken und steigender Lebenshaltungskosten in der Heimat übrig? Dieser Beitrag nimmt Sie mit in die harte wirtschaftliche Realität der Saisonarbeiter aus Quakenbrück, Badbergen und Menslage, die Jahr für Jahr in die niederländischen Podereien, Deiche und auf die Meere zogen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Erfahren Sie, warum die Tagelöhne über Jahrzehnte wie zementiert blieben, welche tödlichen Gefahren von Polderkoorts bis zum Grönland-Walfang lauerten und wie sich der karge Lohn in Osnabrücker Mariengroschen auszahlte.

Die Artland-Aggregationsmatrix: Bevölkerungsdynamik

Die Artland-Aggregationsmatrix: Bevölkerungsdynamik

Die Rekonstruktion historischer Bevölkerungsdynamiken stellt eine methodische Herausforderung dar, bei der die Qualität der Simulation von der Belastbarkeit der verwendeten Kennzahlen abhängt. Obwohl sich diese Untersuchung auf die Frühgeschichte des gesamten Artlandes (700–1700) konzentriert, fungiert die Bauerschaft Groß-Mimmelage als entscheidender Testfall. Hier können die theoretischen Berechnungen direkt an den spärlichen, aber wertvollen administrativen Spuren lokaler Quellen geprüft werden.

Algorithmus vs. Archiv: Die digitale Präzision der Siedlungsgeschichte

Algorithmus vs. Archiv: Die digitale Präzision der Siedlungsgeschichte

Die Erforschung der Siedlungsgeschichte des Artlandes stand schon immer vor einer großen Herausforderung: Wie interpretieren wir die tiefen, oft lückenhaften Schichten der Zeit, wenn schriftliche Quellen erst spät einsetzen? In der Vergangenheit verließ man sich auf die Intuition des Historikers. Heute ergänzen wir diese wertvolle Erfahrung durch digitale Analytik. Dieser Blogartikel gibt einen exklusiven Einblick in die methodische Werkstatt hinter unserer neuen Publikationsreihe „Quellen zur frühen Geschichte des Artlandes“ (QFGA) und erklärt, warum Daten und Algorithmen die Geschichtsschreibung nicht ersetzen, sondern verifizieren.

Die Artland-Aggregationsmatrix: 1000 Jahre Roggenerträge (700–1700)

Die Artland-Aggregationsmatrix: 1000 Jahre Roggenerträge (700–1700)

Die Sandböden des Artlandes erzählen eine Geschichte, die weit über die idyllischen Fachwerkhöfe hinausgeht, die wir heute dort sehen. Um die wahre Produktionskraft dieser Region über die Jahrhunderte hinweg zu verstehen, bedarf es mehr als nur anekdotischer Evidenz. In diesem Artikel präsentieren wir die Kerndaten, die der Artland-Aggregationsmatrix zugrunde liegen: ein Modell, mit dem wir die Produktionserträge pro Bauerschaft präzise rekonstruieren.

Neu in unserer Sammlung: Das Evangelisch-Lutherische Repertorium-Register von Badbergen (1671–1780)

Neu in unserer Sammlung: Das Evangelisch-Lutherische Repertorium-Register von Badbergen (1671–1780)

Mit großer Freude geben wir die Erschließung eines grundlegenden historischen Quellendokuments in unserer Dokumentenbibliothek bekannt: das Evangelisch-Lutherische Repertorium-Register (1671–1780) des Kirchspiels Badbergen.

Obwohl der formelle Titel einen zeitlichen Rahmen ab dem 17. Jahrhundert nahelegt, fungiert dieses Werk als umfassendes, retrospektives Archiv. Es bietet eine systematische Übersicht über die Einkünfte, Besitztümer und Rechtspositionen der Kirche, der Armenpflege und der lokalen Schulen, wobei die dokumentierte Geschichte bis weit ins Spätmittelalter zurückreicht.