1625

Spionage, Verrat und ein gescheiterter Staatsstreich: Der geheime Angriff auf Fürstenau (1627)

Spionage, Verrat und ein gescheiterter Staatsstreich: Der geheime Angriff auf Fürstenau (1627)

Wer spann im frühen Frühjahr 1627 ein tödliches Netz aus Verrat und Spionage um die Festung Fürstenau?

Anhand eines seltenen zehngesessenen Zeitungsberichts aus der Courante uyt Italien, Duytslandt, &c. beleuchtet dieser Beitrag einen gescheiterten Staatsstreich während des Dreißigjährigen Krieges. Erfahren Sie, wie eine berechnete dänische Falle, eine geheime Koalition zwischen den benachbarten Garnisonen von Meppen, Quakenbrück und Haselünne sowie ein fachmännisch mit Pech eingenähter Geheimbrief am Stadttor die Pläne zunichtemachten. Ein faszinierender Einblick in die alltägliche Realität des „Kleinen Krieges“ und die extreme Verwundbarkeit des Grenzgebiets zwischen dem Amt Vechta und dem Artland.

Ein Haager Schild für das Artland: Wie die Sauvegarde von 1631 das Haus Schulenburg und seine Eigenbehörigen schützte

Ein Haager Schild für das Artland: Wie die Sauvegarde von 1631 das Haus Schulenburg und seine Eigenbehörigen schützte

Wie sicherte ein ehemaliger dänischer Rittmeister sein Gut mitten im Dreißigjährigen Krieg ab? Als die dänische Front zusammenbrach und das Artland unter die Herrschaft des Fürstbischofs gelangte, bedrohten staatische Raubzüge aus den Niederlanden die Höfe um Badbergen. Am 10. Dezember 1631 erwirkte Gerhard von Dincklage bei den Generalstaaten in Den Haag eine formelle Acte van Sauvegarde. Dieser diplomatische Schutzbrief garantierte militärische Immunität für das Haus Schulenburg, seine eigenbehörigen Pächter und deren Viehbestände – ein meisterhafter Schachzug zwischen Kriegshandwerk und Landespolitik.