Forschungsportal
Quellen zur Frühen Geschichte des Artlandes
Forschung und Entwicklung
Dieses Portal erschließt die technischen Daten, methodischen Updates und Quelldateien der Publikationsreihe.
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Methodik: Vom Indiz zum GenesisYear
Die Datierung einer Hofstelle im Artland war lange Zeit von schriftlichen Ersterwähnungen abhängig. Unsere Methode bricht mit dieser Tradition. Durch die Verknüpfung von vier fachspezifischen Säulen und deren algorithmische Filterung bestimmen wir das GenesisYear (Anhaltsjahr) jeder individuellen Hofstelle – auch für die „vortextuelle“ Phase.
Die 4 Pfeiler der Analyse
Diese vier Disziplinen liefern die Rohdaten für den Algorithmus:
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Onomastik (Namenkunde): Analyse von Hof- und Flurnamen zur Bestimmung von Siedlungsschichten.
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Bodenkunde (Untergrund): Untersuchung der Bodenbeschaffenheit und deren Eignung für frühe Siedlungsformen.
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Feldform (Flurstruktur): Analyse der räumlichen Anordnung der Felder als Indikator für das Alter der Landnahme.
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Erbesklasse (Sozialstruktur): Einordnung des Hofes in das historische Abgabensystem und die rechtliche Stellung.
Die 7 Algorithmischen Filter
Bevor ein Datum als GenesisYear fixiert wird, prüft der Algorithmus die Korrelation zwischen diesen Pfeilern.
Vertiefung: Methodik und wissenschaftlicher Hintergrund
Die methodische Herleitung der 4 Pfeiler sowie die mathematische Logik der 7 algorithmischen Filter bilden das theoretische Fundament dieser Edition.
Um die Validität des berechneten GenesisYear zu gewährleisten, wurde jeder Schritt des Verfahrens umfassend dokumentiert. Diese detaillierte Aufschlüsselung der Analyseebenen – von der Onomastik bis zur Erbesklasse – finden Sie exklusiv in:
Band A: Methodik und Glossar Dieser Band bietet die vollständige wissenschaftliche Dokumentation der vier Hauptsäulen und erläutert, wie die sieben Filter-Algorithmen das Anhaltsjahr einer Hofstelle zweifelsfrei verifizieren.
Die Synthese: Die Artland Aggregations Matrix (AAM)
Sobald die individuellen Bausteine – die Hofstellen – verifiziert sind, werden sie in der Artland Aggregations Matrix (AAM) zusammengeführt. Hier geschieht der entscheidende Schritt:
In der AAM werden die Einzeldaten auf der Ebene der Bauerschaft aggregiert. Was zuvor isolierte Punkte waren, wird nun zu einem sichtbaren Netzwerk. Die Matrix macht die Siedlungsgenese des gesamten Raumes greifbar. Sie zeigt uns nicht nur, wann ein Hof entstand, sondern wie die gesamte Bauerschaft in der pre-textuellen Phase gewachsen ist.
Das Ergebnis: Eine lückenlose, datengestützte Chronologie, die dort beginnt, wo die Archive bisher schwiegen.
Die Artland Aggregations Matrix (AAM) Erfahren Sie hier, wie die algorithmische Zusammenführung der Einzeldaten die Grundlage für die Rekonstruktion der pre-textuellen Bauerschaftsgeschichte bildet.
Entwicklungschronologie der QFGA-Methodik
Die Fundamente unserer Methodik wurden in Band A festgelegt. Um den Fortschritt und die wissenschaftliche Fundierung der weiteren Forschung zu gewährleisten, veröffentlichen wir hier die fortlaufenden methodischen Entwicklungen unserer Algorithmen, Matrizen und Module.
Während spezifische Ergänzungen zu den einzelnen Bänden in den jeweiligen Addenda zu finden sind, dokumentiert diese Übersicht die übergeordnete Entwicklung der QFGA-Methodik. Hier erhalten Sie Einblick in den kontinuierlichen Prozess unserer Algorithmen, Matrizen und Module – eine ‚Roadmap‘ der logischen Verfeinerung, die das Fundament für alle Publikationen bildet.
Algorithmen
Stand Mai 2026
Gewichtung der Varianz (GenesisYear): Bei der Berechnung des Raw Score fließt nun de Varianz pro Säule in die Berechnung ein. Eine Säule mit geringer Differenz zwischen Start- und Endjahr (hohe Spezifität) erhält einen höheren Gewichtungsfaktor als eine Säule mit großer Varianz.
Matrizen
Stand Mai 2026
- Implementierung „Jahr des Verschwindens“: Das Datenbankfeld „Jahr verschwunden“ wurde hinzugefügt, um Wüstungen präziser zu identifizieren. Dieser Wert wird nun direkt im Algorithmus verarbeitet (sofern ausgefüllt).
Dimensionale Datenbank-Erweiterung: Zur Unterstützung der Artland-Aggregations-Matrix (AAM) wurden sozioökonomische und rechtliche Datenfelder auf Hofstellenebene in die Datenbankstruktur integriert.
Modulen
Stand Mai 2026
[P4] Automatisierte Onomastik-Analyse: Die ursprüngliche Auswahl aus 8 Namentypen wurde durch ein automatisiertes Verfahren zur Zerlegung in Präfix, Determinante und Suffix ersetzt. Namen werden nun in Präfix, Determinante und Suffix zerlegt.
[P4] Hierarchische Namenslogik: In der aktuellen Modul-Version ist das Suffix (derzeit 8 Varianten) leitend; in Ausnahmefällen steuert die Determinante (derzeit 18 Varianten) die Analyse.
[AAM] Artland-Aggregations-Matrix: Entwicklung eines Moduls zur Synthese von Einzeldaten der Hofstellen zur übergeordneten Struktur der Bauerschaft (chronologische Clusteranalyse) (siehe Artland Aggregations Matrix).
